Als Hauptstadt von Kanada hat Ottawa viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Denn wer hier hin reist, der hat viel zu entdecken: seien es die beeindruckenden Parlamentsgebäude mit dem riesigen Peace Tower auf dem Parliament Hill oder die älteste Kirche Ottawas, der Basilika Notre-Dame d'Ottawa. Die atemberaubende Architektur und das einmalige Flair werden Sie von Ottawa überzeugen.
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Der Parliament Hill befindet sich am Südufer des Ottawa Rivers und gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten. Auf ihm befinden sich die kanadischen Parlamentsgebäude. Das Parlamentsgebäude in U-Form aus dem 19./20. Jahrhundert wurde im neogotischen Stil errichtet. Er wird Centre Block genannt. Die Architekten Thomas Fuller und Chilion Jones orientierten sich dabei am neogotischen Palace of Westminster in London. Gleich daneben befindet sich das nationale Symbol von Kanada - der Peace Tower. Er wurde anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs geplant und schließlich im Jahre 1927 fertig gestellt. Heute überragt er die restlichen Gebäude mit seiner Größe und Pracht.
Die Wände des Turms wurden aus Sandstein hergestellt und wenn die Glocken zur vollen Stunde schlagen, ist dies ebenfalls ein wahres Spektakel. Zur Besichtigung der Parlamentsgebäude muss man mit Wartezeiten von zwei bis drei Stunden rechnen. Der Parliament Hill in Ottawa ist der Mittelpunkt der Stadt und der Versammlungsort anlässlich der Feierlichkeiten zum kanadischen Nationalfeiertag am 1. Juli. Besichtigen kann man den mittleren und östlichen Teil des Parlamentes und Zentralgebäude. Letzteres ist besonderes wegen seiner Bibliothek sehenswert. Das Gebäude erhielt eine Austäfelung mit weißem Pinienholz und Kupferdächer. Wie auch in London ist die Wachablösung der Garde ein beliebtes Ziel für Touristen.
Gleich in unmittelbarer Nähe zu den Schleusen des Rideau-Kanal findet man das Chateau Laurier. Mit seiner einzigartigen Architektur ist das alte Gebäude ein wirklich lohnenswertes Ziel bei einem Besuch in Ottawa: Es ist das einzige Gebäude der Stadt, was im Stil des Loire-Schlosses in Frankreich erbaut wurde. An der Rideau Street gelegen, thront das Hotel majestätisch zwischen Parliament Hill, dem Ottawa-Fluss und dem Ottawa Convention Center. Die Baumaterialien sind erlesen und beweisen Stil: Polierter Kalkstein, wuchtige Granitblöcke und weißer italienischer Marmor verleihen dem Chateau Laurier mit seinen Kupferdächern und Türmen eine einzigartige Atmosphäre. Eröffnet wurde es 1912 und zieht seitdem viele Tausende Besucher an.
Die Rideau Hall liegt direkt im Zentrum von Ottawa und ist der offizielle Sitz des Governor General von Kanada. Das beeindruckende Gebäude aus weißem Stein wurde 1838 von dem schottischen Architekten Thomas MacKay errichtet und diente nach der Benennung Ottawas zur neuen Landeshauptstadt Kanadas als Sitz des Generalgouverneurs. Der Haupteingang, der 1913 fertig gestellt wurde ist mit den Wappen der Gouverneure von Kanada verziert und führt zum prächtigen Tent Room. Dort hängen die Portraits der britischen Generalgouverneure, im Reception Room die Portraits der in Kanada geborenen Generalgouverneure. Viele Räume sind im viktorianischen oder orientalischen Stil eingerichtet, Ausnahme ist der Canadian Room, der der kanadischen Kunst und Kultur gewidmet ist. Die weiträumige Parkanlage mit herrlichen Pflanzen und Blumen rundet die Besichtigung ab. Nehmen Sie doch an einer Führung teil und lassen Sie sich von der architektonischen Schönheit des Gebäudes und einem Hauch Geschichte von Kanada faszinieren.
Die Basilica of Notre Dame ist die älteste Kirche der Stadt Ottawa. Sie ist gleichzeitig der Sitz des Erzbischofs. Die römisch-katholische Kirche wurde im Jahre 1839 erbaut, nachdem die erste Basilika von 1832 für die stark wachsende Bevölkerung zu klein wurde. Aufwändig war dabei die Vorgehensweise: Damit der Gottesdienst so wenig wie möglich unterbrochen wurde, wurde die neue Basilika um den alten Holzbau herum gebaut. Als in 1842 die Außenwände fertig waren, wurde die kleine Holzkirche heraus gehoben und auf der anderen Straßenseite für den Gottesdienst geöffnet. Der Baustil des imposanten Kirchengebäudes ist wirklich beeindruckend. Die Statuenreihe um den Altar herum, bei deren Errichtung die verschiedenen Einwanderungsgruppen Kanadas einen Einfluss hatten, sowie die liebevollen Holzschnitzerarbeiten von Philippe Pariseau und Flavien Rochon verleihen der Kirche einen besonderen Zauber. Sehenswert ist außerdem die Casavan-Orgel mit ihren 4000 Pfeifen. Von außen weist die Fassade Merkmale der Romanik und der Neugotik auf: Im unteren Stock finden Sie abgerundete, im oberen Stock spitzen Fenster und Bögen.
Der Stanley Park erstreckt sich auf 400 qm² auf einer Halbinsel nordwestlich des Stadtzentrums. Er besteht aus hunderttausenden von Bäumen und verfügt über 200 Kilometer an Spazierwegen und eine begehbare Ufermauer, die den ganzen Park umrahmt. Im Park finden sich auch der Beaver Lake und das Ottawa Aquarium. Vor der Küste des Stanley Parks liegen die Insel Deadman's Island und der 18 Meter hohe Basaltfelsen Siwash Rock.
Direkt am Fluss Ottawa gelegen gehört der Major's Hill Park zu den wichtigsten Parkanlagen in der Hauptstadt. In herrlicher Kulisse der National Gallery und vom Byward Market macht es Spaß, hier einen ausgiebigen Spaziergang zu machen und den Aufenthalt zu genießen. In vergangenen Tagen war das Areal für die Arbeiter des Kanals und den folgenden historischen Wandel des Geländes kann man an den Informationstafeln im Nordwesten des Parks verfolgen. Hier finden auch das ganze Jahr über Veranstaltungen statt oder die Bewohner Ottawas verbringen hier einen lauschigen Abend beim Grillen, Spielen oder Relaxen.
Der von Colonel By gebaute Rideau-Kanal ist ein beeindruckendes Zeugnis von Baukunst. Kurz nach dem Britisch-Amerikanischen Krieg von 1812, als noch immer die Gefahr eines Angriffs der USA auf die britische Kolonie Oberkanada bestand, wurde der Rideau Canal unter militärischem Zweck gebaut und 1832 eröffnet. Er umfasst eine Länge von 202 Kilometern und ist die älteste ununterbrochen benutzte künstliche Wasserstraße in Nordamerika. Seit 2007 ist der Kanal Teil des Weltkulturerbes. Die Bedeutung des nach dem Wasserfall Rideau Falls benannten Kanals ist heute eher touristisch: Im Winter verwandelt sich der zugefrorene Kanal zu der längsten Schlittschuhbahn der Welt, fast alle Schleusen des Rideau-Kanals werden noch von Hand bedient und auf dem Wasserweg kann man interessante Ausflugsziele mit Booten und Kanus erreichen.